Bicherdeeg Luxemburg Buchmesse 2018Kultur ierwen – Kultur verierwen“

Unter diesem Motto fand am 17. und 18.11.2018 die 24. Büchermesse in Walferdingen statt. Letztes Jahr war ich nur als Besucherin hingegangen, doch dieses Jahr war ich als Ausstellerin mit eigenem Autorenstand und einer Lesung vertreten. Insgesamt waren 53 Autoren, 47 Verlage und 96 Flohmarktverkäufer vor Ort, um rund 840 Meter Tische mit ihren Werken zu füllen (Angaben aus dem Lëtzenbuerger Tageblatt vom 19. November 2018) und gut 12000 Besuchern kamen vorbei, um am Buch-Spektakel teilzuhaben. Als abwechslungsreiches Rahmenprogramm fanden eine stilvolle Eröffnungszeremonie, zahlreiche Lesungen für Groß und Klein, Workshops und die Preisverleihung des Luxemburgischen Buchpreises in den Kategorien Kinder-/Jugendbuch, Literatur und Sachbuch/Beau-Livre statt.

Buch-Chaos und Schnäppchen-Wahn

Mein Messe-Zuhause war mein Autorentisch im „Centre Prince Henry“, flankiert von (um nicht zu sagen, kaum sichtbar hinter … ) vielen Second-Hand-Buchtischen und einigen wenigen Autoren-, bzw. Verlagsständen. Die bunte Mischung aus Alt- und Neuware jedweden Genres ist von den Organisatoren durchaus erwünscht, ist für eine alte Con- und LBM/FBM-Teilnehmerin wie mich aber gewöhnungsbedürftig. Mir persönlich war diese Mischung zu wild, aber das sahen die Besucher glücklicherweise anders. Und um die Kundenwünsche geht es schließlich bei einer Buchmesse. Oft flanierten die Leseratten mit Taschen voller Schnäppchen an unseren Ständen vorbei, um sich auch noch etwas Neues anzuschauen oder zu kaufen. Und dank der Bücherstapel auf den Armen der Besucher hatten wir dann auch gleich einen Aufhänger, um ins Gespräch zu kommen.

Reißender Absatz von Bastelbögen und Goodies

Die Lesung aus „TIFFI-Die Tigerschnecke“ war trotz der frühen Zeit am Samstagmorgen sehr gut besucht. Die kleinen und großen Zuhörer forderten nicht nur TIFFI, sondern wollten auch noch VAMPI singen hören. Besonderes Schmankerl während der Lesung waren eine Mama, die ihren zwei Mäuschen meinen Vortrag leise ins Luxemburgische übersetzte und eine Lütte, die während der Lesung plötzlich aufstand und ihren Bruderstürmisch herzte, nur um sich dann wieder brav hinzusetzten und „Vampi, Vampi…“ zu singen. Hoffentlich tut sie beides immer noch und immer wieder. Die TIFFI-Bastelbögen und Flyer fanden übrigens ebenso reißenden Absatz wie die Goodies, die Gläschen mit magischem Sand und Muscheln aus Marahií. Sie gab es als Beigabe zu jedem gekauften AQUARIÍ-Buch und waren ratzfatz weg. Wie auch – bis auf eine Notreserve- die letzten Exemplare der Erstausgabe der AQUARIÍ. Aber keine Sorge: Nachschub ist im Anmarsch! Eure Weihnachtsgeschenke werden rechtzeitig eintreffen.

Die Walfer Bicherdeeg in Luxemburg – Ein lohnenswerter Besuch

Mein Fazit: Die Luxemburger Büchermesse ist eine abwechslungsreiche Messe, die sich für jeden großen und kleinen Bücherliebhaber lohnt. Denn es gibt einfach alles, was der Buchmakrt hergibt – Klassiker, Antiquariat, Neuerscheinungen, Regionalia, Comics oder Weltliteratur aus jedem Genre.

Nächstes Jahr werden die 25sten Bicherdeeg gefeiert und dann wird laut Walferdingers Gemeindesekretär Patrick Delmarque „Gas gegeben“. Ich bin gespannt, was er darunter versteht. Meine Anmeldung für 2019 ist ihm jedenfalls jetzt schon sicher.