Der Hinweis darauf, dass ich seit geraumer Zeit an SERAPHIM – Tempus Fugit, dem vierten Band der Vampirsaga, arbeite, ist sicherlich schon längst in der tiefsten Gruft angekommen. Das Ursprungsmanuskript hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel. Ich hatte es gleich im Anschluss an Band 3 SERAPHIM:Veritas Obscura geschrieben. Jedoch endete die Geschichte

mit einem offenen Ende. Cliffhanger nennt man das im Autorensprech, und ist ein legales Stilmittel, um bei Mehrbändern den Leser bei der Stange zu halten. Der Autor kann davon ausgehen, dass sein Leser die Fortführung ungeduldig herbeisehnt und den Folgeband sofort kaufen wird (sofern der erste Band gelungen war). Was aber auch bedeutet, dass es eine Fortsetzung geben muss, da sonsten der Leser enttäuscht ist und sich dies auch in den Rezensionen niederschlägt. Und das möchte man als Autor natürlich nicht.
Was mich bewogen hat, das ursprüngliche Ende umzuschreiben, ist weniger die Tatsache, dass ich einen fünften Band schreiben müsste, sondern vielmehr der Schreibdruck, den ich mir selbst machen würde. Ich weiß, wie ungeduldig man auf Fortsetzungen wartet. Ich tue es gerade selbst bei einigen Serien, habe es früher bei „Feuer und Stein“ von Diana Gabaldon getan und warte vermutlich bis zu meinem Lebensende auf Teil 2 von AVATAR. Ich hasse Warten! Was bedeutet, dass ich mich, um euch und mich nicht allzu lange hinzuhalten, sofort an Band 5 gesetzt hätte. Bloß habe ich dazu im Moment weder die richtige Muse noch die Zeit.
Wie ihr wisst, arbeite ich auch noch an anderen Projekten. Zum Beispiel an meinem #ProjektOZ2, dem Folgeband von #ProjektOZ. Dieses Projekt ist mein bislang größtes und ist als Trilogie angelegt. Dort warten meine Protagonisten, dass ich zurückkehre und weiterschreibe. Und auch ich fiebere schon ganz ungeduldig der Zeit entgegen, in der ich zurückkann. Schließlich spielt das Ganze in meinem Traumland Australien.
Das bedeutet aber nicht, dass ich jetzt nicht mit ganzem Herzen in Trier bei Seraphim und Leander bin. Ganz im Gegenteil. Die Zwei sind mir nach wie vor sehr nah und das Schreiben geht gut von der Hand. Das Finale baue ich aktuell komplett um und versehe die Geschichte mit einem neuen Ende. Natürlich lasse ich das ein oder andere Detail unerklärt. Aber ich gedenke nicht, euch zu enttäuschen. Schließlich soll es mit Seraphim und Leander auch in Zukunft wie gewohnt weitergehen. Als Reihe, aber dennoch als einzelne, in sich geschlossene Bände.
Und jetzt schwirre ich mal schnell wieder zurück nach Schloss Grünwald, auf das ehemalige Gut von Leanders Eltern. Dort ist die Situation gerade ziemlich kniffelig und gefährlich. Mal sehen, wie sich das lösen lässt.