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Category: HIDDEN

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Die Wunder am Great Barrier Reef

G´Day mates!
 
Das Tauchen am Great Barrier Reef ist für viele eines der schönesten Erlebnisse ihrer Australienreise. Auch mir blieb damals schlichtweg die Luft weg. Nicht, weil ich den Kopf zu lange unter Wasser hielt, sondern weil die Arten- und Farbenvielfalt einfach umwerfend war. Leider ist das Riff aktuell in großer Gefahr. Vielleicht habt ihr schon davon gehört? Das Riff leidet unter einer andauernden Korallenbleiche. Ganze Areale des lebendigen Riffs sterben ab, übrig bleiben bleiche, tote Gerippe ohne Leben. Eine sehr traurige Entwicklung, an der der Mensch nicht ganz unschuldig ist. Ich mag jedoch die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch unsere Kinder eines Tages noch die Wunder des Great Barrier Reefs erleben und erfahren können.
In diesem kleinen YT-Filmchen von Queensland.com bekommt ihr zumindest einen winzigen Eindruck von der wunderbaren Region. Oder wart ihr selbst schon dort? Welche Abenteuer habt ihr erlebt? Erzählt es mir doch bitte. 🙂
 
Barriere Riff Australien Meerjungfrauen Aquarii
(Alle Bilder von Pixabay)
 
 
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Emmas Australien-Reisetagebuch – Eintrag 3

Melbourne – oder: Selbst in der tollsten Stadt leben Vollhonks

Was für eine irre Stadt! Vom Flughafen, der etwa 25 Kilometer nord-östlich der Stadt liegt, bin ich mit dem Skybus erst einmal zur Southern Cross Train Station gefahren. Die Flut an Informationen dort war echt überwältigend. Mein Kopf brummte, ich war völlig fertig und hatte keinen Plan, wie ich zu meiner Unterkunft kommen sollte. Mir kam es vor, als würde es Millionen Möglichkeiten geben, bloß war ich zu dumm, die richtige zu finden. Zum Glück laufen in der Station viele gut gelaunte und hilfsbereite Angestellte rum. Eine total nette Australierin hat mir Doofi dann erklärten, wo ich Flinder Stastion Melbourne Australien Aquariihinmuss. Ich dachte eigentlich, ich kann gut Englisch. 12 Punkte sind schließlich nicht übel. Aber Englisch ist offensichtlich nicht gleich Australisch. Dabei klingt das Australische aber viel freundlicher und kein bisschen spießig. Kommt vielleicht auch auf den Dialekt an. Egal. Immerhin habe ich schlussendlich kapiert, was die Frau mir sagen wollte. Wenn auch erst mit ein paar Mal nachhaken. Dabei haben wir total viel gelacht. Tja, da konnte ich wenigstens noch lachen …

Die Sache mit dem Motel lasse ich mal weg. Interessiert eh keinen, wie es da aussieht. Ein Zimmer mit kleinem Bad und Bett eben. Abgesehen vom geilen Poster an der Wand eher von der langweiligen Sorte. Rucksack also abgestellt, umgezogen, frisch gemacht, Wertsachen eingesteckt und weiter ging´s. Ich bin schließlich nicht zum Schlafen nach Australien gekommen.

St Kilda Melbourne Australia AquariiMit der Tram fuhr ich nach St. Kilda, der kultigen Stadt im Süden von Melbourne. St. Kilda liegt an der Port-Phillip-Bucht. Da steht direkt am Strand auch ein Freizeitpark, den ich aber nicht besucht habe. Frisst mir zuviel Zeit. Apropos Fressen. Ich habe mir lieber eine Pizza besorgt, mich damit an den Strand gesetzt und die Aussicht genossen. Es hätten gerne weniger Trubel um mich rum sein dürfen. Hier tummelt sich einfach alles: Menschen, Hunde, Kinder, und sogar Pinguine! Na, es war eben laut. Ruhe hätte ich erholsamer gefunden. Aber wie war das mit dem „Ich bin nicht zum Schlafen hier“? Womöglich wäre ich ohne die Geräusche vom Wellenrauschen eingelullt worden und ich wäre mit Pizza auf dem Schoß eingeschlafen. St Kilda Melbourne Australia Aquarii
Tja, und dann setzte sich so ein Typ neben mich. Breites Lachen, braun gebrannt, rotes Käppi aufm Kopf. Eigentlich süß. Er hat mich gefragt, woher ich käme und als ich ihm sagte, dass ich aus Deutschland bin, da war er total interessiert. Seine Oma käme nämlich aus Deutschland, aus München, ob ich das kenne. Joa, München kenne ich ja noch von der Oberstufenreise. Wir redeten eine ganze Weile, erst über „Munschen“, wie er es aussprach (das fand ich da noch ganz süß) und später dann über den Rest Deutschlands. Dass ich aus Trier komme, habe ich ihm aber nicht verraten, sondern behauptet, ich wohne in Frankfurt. Das kannte er nicht, hatte er angeblich noch nie von gehört. Das hätte mich misstrauisch stimmen sollen … Ich meine … Hallo? Frankfurt? Sollte man doch kennen, oder? Immerhin ist dort der größte Flughafen Deutschlands. Er verabschiedete sich dann mit vielen „Take care“ und „Really nice to meet you“ und anderen Nettigkeiten und zog davon. Mit meinem Handy, das er mir während eines unbeobachteten Moments wohl aus dem Rucksack geklaut hat. Danke auch, du Vollhonk! Du wirst nichts damit anfangen können. Erstens ist es steinalt, zweitens ist eine SIM-Sperre drin und drittens könnte ich herausfinden, wo du es hinbringst. Das heißt, ich könnte, wenn du es mir zuhause geklaut hättest. Aber ich bin jetzt in Australien und mein Handy war dafür gedacht, eine neue SIM aufzunehmen, damit ich es wieder benutzen kann. Super. Danke auch. Nicht!
Lorekeets Melbourne Australien AquariiIch bin dann also erst einmal zu einem Telefonanbieter, von denen es zum Glück sehr viele in Melbourne gibt, und habe mir ein neues Mobil-Phone zugelegt. Das Geld hätte ich gerne für etwas anderes ausgegeben, aber ohne Handy ist auch doof. Das sollte aber nicht das Letzte bleiben, was mir an Mist passieren sollte. Als ich nämlich ins Motel zurückkam, sah mein Zimmer anders aus, als vorher. Nicht unbedingt schicker. Meine Klamotten hatte jemand hübsch unordentlich auf dem Boden verteilt. Mein Kleidungsstil schien ihm nicht sonderlich gefallen zu haben, denn es fehlte kein Stück. Dafür aber meine Powerbank, das Ladekabel und die USB-Sticks, auf die ich die Fotos von der Kamera zwischenparken wollte (Ja, ja. Ich weiß, ich bin da altmodisch. Ich könnte sie auch in die Cloud laden. Aber …). Und seltsamerweise fehlte auch die Liste mit Mailadressen und Telefonnummern, die ich mir vorsorglich ausgedruckt mitgenommen habe, falls mir das Handy abhandenkommen sollte. Was es ja leider auch gleich am ersten Tag getan hatte. So ein Kack! Das ist aber nicht weiter schlimm. Alle sensiblen Unterlagen und Wertsachen trage ich ja bei mir. Und die sind alle noch da. Die hat der Käppi-Honk nicht haben wollen. Und notfalls könnte mir meine Mutter die Liste auch noch mal schicken. Kein großes Drama also. Aber die Vorstellung, dass jemand in meinen Sachen rumgefingert hat, und sich vielleicht alles genau ausgeschaut hat, vielleicht sogar etwas anprobiert hat … GRU-SE-LIG! Warum macht so jemand so was? Ich verstehe es nicht. Aber gut, wie gesagt, es ist kein Drama. Ich werde drüber wegkommen. Und jetzt konzentriere ich mich auf das, was ansteht: die restliche Zeit in Melbourne möglichst ohne weitere Verluste rumkriegen und dann weiter nach Cairns fliegen, um nach Melli zu fahnden.
Mal sehen, ob mir das gelingt.

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Tales of aboriginal Oceanlogging

Tales of aboriginal Oceanlogging

Ich erzählte es bereits in meinem Beitrag Realitätsflucht vom Feinsten. Ich erschuf in AQUARIÍ neben der eigentlichen Fantasy-Story auch die Entstehungsgeschichte der Meerwesen. Sie entstand in Anlehnung an die Dreamtime Aborigines, der Ureinwohner Autraliens, die ihr Wissen von Generation zu Generation ausschließlich mündlich weitergeben. In den „Tales of aboriginal Oceanlogging“ von AQUARIÍ bekommt der Leser einen Eindruck von der spirituellen und natürlichen Ordnung. Er erfährt von Aqua-Aháa, der Göttin, die für die Entstehung der Erde und der Ozeane, für die Vielfalt von Fauna und Flora verantwortlich ist. Legenden zum Alltag der Meeresbewohner runden das Ganze ab.
Innerhalb der eigentlichen Story werden die Geschichten nur in deutsch zu lesen sein. Jedoch sind die Übersetzungen ins Australische von Heidi Zerno so wunderbar geworden, dass ich euch diese nicht vorenthalten möchte. Alle Bücher (Print/eBook) werden daher die „Tales of aboriginal Oceanlogging“ auch in englischer Version beinhalten.

Hier nun die erste Geschichte „The creation of land and oceans“ (Die Entstehung von Land und Ozean). Enjoy!

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Emmas Australien-Tagebuch – Eintrag 2

Irgendwo im Nirgendwo

Krass! Wir sind mit 959 Sachen und auf 11.280 Kilometer über dem Meer mit einer quietschroten Boeing unterwegs, die den Namen „Currawong“ trägt. Das ist ein rabenschwarzer, australischer Vogel. Keine Ahnung, wie der eingedeutscht heißt. Irgendwo unter uns liegt Australien. Wenn ich runterschaue, ist da lediglich rote Erde zu sehen. Auf der Übersichtskarte sieht es aus, als sei es nur ein Katzensprung von Asien nach Australien., dabei fliegen wir schon wieder eine halbe Ewigkeit. Mittlerweile haben wir auch eine Kleinigkeit zu essen bekommen. Immerhin gab es einen warmen Muffin und Kaffee. Hoffentlich hat der auch genügend Koffein drin, damit ich wach bleibe.
Jetzt aber zum Wichtigsten: zu Melli. Ich fange am besten von vorne an. Also …
Melli und ich sind BFFs. Es war Liebe auf den ersten Blick, als wir uns in der Fünften zum ersten Mal sahen. Wir haben uns nebeneinandergesetzt und wenn uns die Lehrer nicht getrennt haben, dann saßen wir in sämtlichen, gemeinsamen Fächern nebeneinander. Oft auch am Nachmittag und natürlich auch in den Ferien. Eigentlich haben wir vieles gemeinsam, manches aber auch nicht und das machte unsere Freundschaft erst richtig interessant. Ich liebe Erdnüsse, Melli dagegen Macadamias (klar, die sind ja auch aus ihrem Lieblingsland). Ich mag blonde Jungs, Melli Dunkelhaarige. Melli hört gerne Klassik, ich hasse es. Ich mag Skifahren und Berge, Melli Schwimmen und Meer. Und so weiter. Trotzdem lieben wir uns und ich würde Melli zuliebe auch in ein Sinfoniekonzert gehen. Allerdings mit Ohropax. Wir können tagelang durchquatschen und keiner hat eine Chance, uns zu stoppen. Kein Typ hat uns bisher auseinandergebracht. BFFs eben. Tja, und dann kam Juri, der hotteste Knackarsch der Schule, und hat Melli hübsche Augen gemacht. Er hat ihr total den Kopf verdreht. Ich hatte alle Mühe, sie auf Spur zu halten. Aber letztendlich hat auch er uns nicht trennen können. Das hat nur Mellis großer Traum geschafft: eine Reise nach Australien.
Aquarii Buch Mustread MeerjungfrauenIch kann sie ja verstehen. Wenn ich die tollen Bilder sehe, die mal auf Insta und Co von diversen Globetrotter zu sehen bekommt, kriege selbst ich Fernweh. Dieses Türkis vom Meer, diese tollen Inselstände und das Riff sind der Hammer. Man kann gar nicht glauben, dass es das tatsächlich gibt und man will es mit eigenen Augen sehen. Melli hat ja außerdem auch noch einen anderen Bezug zu diesem Kontinent. Sie ist dort geboren worden. Ihre Eltern haben vor gut zwanzig Jahren dort gelebt, sind dann aber kurz nach Mellis Adoption nach Deutschland gekommen. Später kam dann noch Timmi als Nesthäkchen dazu. Ich glaube, Mellis Eltern Suza und Henry sind richtige Australier. Sicher bin ich aber nicht. Ich habe sie auch nie danach gefragt. Aber in Melli scheint die Liebe zu „OZ“, wie sie Australien immer nennt, tief verankert zu sein. Sie erzählt mir immer, dass sie das Gefühl hat, in Trier nicht vollständig zu sein. Bei jeder Doku, bei jedem Film, in dem Australien vorkam, hat sie angefangen zu heulen. Warum, wusste sie oft selbst nicht. Aber sie sagte, da sei so ein komisches Gefühl, ein Sehnen, als ob dort etwas Wichtiges auf sie wartet. Ich fand ja, dass das ein bisschen spleenig klingt, aber, hey, sie ist meine BFF. Und wenn Melli eben meint, sie wäre in Deutschland nicht ganz glücklich, dann spricht doch nichts dagegen, sein Glück wo anders zu suchen, oder? Zumal wir jetzt das Abitur in der Tasche haben und uns eine Auszeit verdient haben. Wann, wenn nicht jetzt, können wir uns Monate freinehmen, um zu reisen. Schließlich bildet Reisen auch. Auslanderfahrung macht sich in Bewerbungen immer gut. Und die Optimierung des Schulenglischs ist bestimmt auch nicht falsch. Zumal wir bis zum Beginn unseres Studiums noch genügend Zeit haben. Die kann man sinnvoller nutzen, als sie zu verschlafen, vorm Fernseher zu kompostieren oder jobben zu gehen. Dann doch lieber auf Reisen gehen. Melli macht das schon richtig. Aber hätte sie bloß mal Juri zu Hause gelassen. Dass er sich gleich in den ersten Tagen der Reise als Idiot outet, hätte ich nicht gedacht. Erst lässt er Melli alleine auf Tauchtour gehen und dann … Wäre Melli nicht Melli, wäre sie bestimmt sofort nach Hause geflogen. Starkes Mädchen! Oder auch nicht. Vielleicht war es ja auch ziemlich bescheuert, nicht gleich den Rückzug anzutreten. Aber ich komme durcheinander. Als sie mir nach dem Tauchausflug mit den Schweizern das Foto mit Tamati geschickt hat, habe ich es gleich gesehen: Melli ist verliebt! Zumindest ein kleines Bisschen. Kann man ihr auch nicht verübeln. Tamati sieht super süß aus. Ein typischer Surfer/Seglertyp eben. Braungebrannt mit vielen Tattoos und einem umwerfenden Lächeln. Ich finde ja, sie wäre besser bei dem geblieben, statt mit Juri zu den Whitsuday Islands zu fliegen. Bloß weil der Vater des Schnösels einen Kollegen hat, der dort ein Segelboot besitzt. Oder hat der Vater das Boot und der Kollege ist gerade dort? Egal. So ganz genau habe ich das nicht begriffen und fragen kann ich sie nicht. Echt Kacke, dass der Kontakt zu ihr abgebrochen ist. Ich habe x-mal versucht, sie zu erreichen.

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Melbourne von oben

Sie geht einfach nicht  ans Telefon. Klar, es gibt Millionen Möglichkeiten, was passiert sein könnte. Vielleicht hat sie über die tollen Erlebnisse alles andere vergessen, vielleicht ist auch nur der Akku des Handys kaputt gegangen oder das Handy ist beim Segeln ins Meer geplumpst. Vermutlich gibt es eine logische Erklärung für ihr Nichtmelden, nervös macht es mich aber trotzdem. Wenn ich doch wenigstens eine Chance gehabt hätte, mit Mellis Eltern zu reden. Aber auch die scheinen ausgereist zu sein.
Oh, ich sehe gerade, die Stewardessen beginnen mit der Ausgabe von Getränken und Snacks. Mein Magen knurrt und der Kaffeefüllstand steht auch schon auf Reserve. Ich mache jetzt mal eine kleine Schreibpause, dann gehts weiter.
Wir sind jetzt fast da. 4783 Kilometer haben wir seit Singapur zurückgelegt. Knappe eineinhalb Stunden Flugzeit liegen noch vor mir. Und dann bin ich erst in Melbourne. Kann man eigentlich noch weiter fliegen, als bis nach Australien?

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Aquarií – The Oceans Wife

„Where the sun is buried, down in the depths below
lives a maiden with little love to show.“

Wer schon mal bei einer szenischen VAMPI-Lesung dabei war, der weiß, dass ich durchaus auch mal ein Liedchen trällere. Und ich verriet euch in einem vorangegangenen Beitrag, dass Arielle von Disney einer meiner Lieblingsfilme ist. Ich liebe die Filmmusik dazu, finde die kindliche Unbekümmertheit und Spontanität der kleinen Meerjungfrau einfach erfrischend. Genau mein Ding! So etwas brauchte ich für meine Aquarií auch. Also überlegte ich mir eine kleine, feine Geschichte, kleidete sie in Reime … et voilà! Da stand nun das „alte“, australische Kinderlied The Oceans Wife. Es war fertig, aber es war nicht perfekt. Irgendetwas fehlte. Oveans Wife Aquarii MustreadBloß was?
Und wie so oft, geschah ein kleines Wunder. Peter Kenny, aka Fortinbras Proudfoot, bewarb auf Facebook gerade sein neues Buch Dreams of Another Land. Ich hatte den Australier mit dem schier unendlichen Wissen über Tolkien vor Jahren auf der RingCon kennen- und schätzengelernt. Seither hielten wir via Facebook Kontakt und skypten gelegentlich. Wer, wenn nicht ein australischer Poet, konnte meinem Lied den nötigen Schliff verpassen? Ich hatte Glück, denn Peter sagte zu und verpasste meiner feinen Geschichte eine gehörige Portion Poesie und Magie. Endlich war The Oceans Wife so, wie es sein sollte und ziert seitdem die erste Seite des ersten Bandes der Aquarií.

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Emmas Australien-Tagebuch – Eintrag 1

Singapur Changi

Flughafen Singapur Changi (Copyright Alexander Sohre)

Australien, Aquarii, Meerjungfrau, FantasyVon Trier via Frankfurt nach Singapur Changi

Melli, ich komme und rette dich! Ich kanns kaum glauben, ich bin tatsächlich unterwegs, sitze mit einem riesen Backpack auf dem Flughafen Singapur Changi und warte aufs nächste Einchecken. Wie das hier riecht! Herrlich. Wie in einem Blumenladen. Und überall stehen Orchideen. Es ist total warm und schwül. Der Boden ist blitzblank, was aber auch kein Wunder ist, denn es wird richtig teuer, wenn man sein Kaugummi einfach ausspuckt oder eine Kippe fallen lässt. Überall hängen Verwarnschilder. Das sollten sie in Frankfurt auch mal aufhängen. Da sah es ganz anders aus. Hier in Singapur könnte man locker vom Boden essen. Tu ich natürlich nicht. Stattdessen schlürfe ich lieber einen Smoothie aus einem Becher. Ananas, Mango, Kokosmilch und noch irgend so ein Zeug, von dem ich noch nie gehört oder was gesehen habe. Eine braune, knubbelige Frucht mit weißem Fleisch und Millionen kleiner, schwarzer Körnchen drin. Sieht seltsam aus, ist aber voll lecker.
Noch eine Stunde, dann geht es weiter. Der Flug von Frankfurt hierher war okay, auch wenn die Familie in der Reihe hinter mir ziemlich genervt hat. Zum Glück haben es die Kids aufgegeben, meinen Sitz rausreißen zu wollen, und sind irgendwann eingeschlafen. Aber erst, nachdem der Steward die Eltern gebeten hatte, für Ruhe zu sorgen. Das hat noch etwas gedauert und es waren ein paar üble „Wenn-du-nicht-dann“-Reden nötig, aber dann war Stille. Dass sie nicht in den Freizeitpark von Sidney gehen dürfen, wenn sie nicht brav sind, hat die Kinder scheinbar doch schwer beeindruckt.
So gegen zwei Uhr nachts bin dann endlich auch ich eingeschlafen und erst am Morgen wieder aufgewacht, weil das Kabinenlicht anging und Breakfast-Lunch-Brunch-Gedöns serviert wurde. Ich saß in der 74sten Reihe, was prima war, weil ich da fast als Erste Essen serviert bekam und ich es nicht weit zur Toilette hatte. Eigentlich ist es ja nur für uns morgens, denn hier in Singapur ist jetzt gerade Abend. Dabei bin ich fit und habe beschlossen, so lange wach zu bleiben, wie es nur geht. Mal sehen, wie ich das mit der Zeitverschiebung schaffe.Australien, Aquarii, Meerjungfrauen, Fantasy
Ich muss zugeben, dass ich mich ab und an wundere, warum ich mir das antue. Es ist echt anstrengend. Ich habe vom Reisen ja keine Ahnung und ich habe auch niemanden, den ich fragen könnte, warum es im Flieger so wackelt oder ob die Tragflächen nicht abbrechen, wenn sie sich beim Start so stark durchbiegen. (Okay, ich habe wegen dem Wackeln gefragt. Der Steward meinte, das sei vollkommen normal. Ich habe ihm das mal geglaubt, weil er so freundlich und vertrauenswürdig aussah. Bleibt mir ja ohnehin nichts anderes übrig. Aber wegen der Tragflächensache traute ich mich dann nicht mehr, ihn noch mal zu nerven). Blöd, dass ich alleine und auf eigene Faust reise. Melli hatte wenigstens Juri dabei. Okay, der hat sich letztendlich als Idiot geouted. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn ich gleich von Anfang an mitgeflogen wäre? Aber als das zur Debatte stand, hatte ich kein Geld, und die Kohle, die ich auf dem Konto habe, ist für den ein Auto reserviert. Ein Glück, Australien, Aquarii, Meerjungfrauen, Fantasydass mir Tante Betty zum bestandenen Abitur dieses Wahnsinnsgeschenk machte. Ich hatte keine Ahnung, dass sie seit meiner Geburt jeden Monat ein paar Mäuse für mich beiseitegelegt hat. Krass, was da in den Jahren zusammen gekommen ist. Das reicht locker für drei Monate Reise. Danke, Tante Betty. Du hast mir damit nicht bloß eine tolle Reise beschert, sondern Melli vermutlich auch den Arsch gerettet. Ups. Ich meinte natürlich, ihren süßen, knackigen Hintern. Und nur darum geht es hier. Für meine BFF nehme ich jeden Stress auf mich! Sie würde ja auch dasselbe für mich tun, wenn ich in Schwierigkeiten stecken würde!!! Wobei ich nicht 100 prozentig weiß, ob sie in Schwierigkeiten steckt. Oder wo sie sich zur Zeit aufhält. Ich fliege auf gut Glück nach Cairns (über Melbourne, wo ich aber nicht aufhalten werde, sondern gleich wieder nach Norden weiterfliege. Voll blöd, aber ich habe keinen Direktflug bekommen …), weil das der letzte Ort war, von dem sie sich gemeldet hat. Ihr Foto, das sie mir mitgeschickt hat, habe ich natürlich dabei. Mir gefällt das Licht, auch wenn man Melli nicht wirklich erkennen kann. Und dann habe ich auch noch das Foto vom Riff. Es soll mich immer daran erinnern, wie toll es in Australien ist. Als Motivation, dass ich die Lust nicht verliere. Melli hat dieses Bild geliebt. Sie hat es immer rausgekramt, wenn sie von ihrem Fernweh nach Australien gepackt wurde. Sie hat es sogar als großes Bild in ihrem Zimmer hängen. Das Barriere Riff … ihr Traumziel schlechthin!

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Barrier Reef (Foto mfGe von Scott Plume)

Gerade eben haben sie meinen Flug aufgerufen. „All passengers booked on Qantas Flight QF4657 to Melbourne please proceed to gate …“ Dammich! Jetzt habe ich es vergessen. Gleich noch mal auf die Anzeige schauen. Okay, Gate A20. Das Boarding beginnt. Ich muss jetzt los. Dabei habe ich nicht mal aufgeschrieben, warum ich mich auf die Suche nach Melli mache. Das werde ich im Flieger nachholen. Der Flug nach Melbourne dauert etwa sieben Stunden. Da sollte genügend Zeit sein, die Einleitung nachzuholen. Ich schreibe mein Reisetagebuch zum Glück ja nicht für unsere olle Deutschlehrerin. Gnihihi. Hierauf gibt mir keiner mehr schlechte Zensuren, also kann ich auch schreiben, wie es mir passt und ohne Punkt und Komma was mir die Frühauf immer angekreidet hat. Ätsch! So, jetzt muss ich aber. Bis nachher!

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AQUARIÍ – Realitätsflucht vom Feinsten

Am Anfang war das Meer

Meinen Lieblingsplatz stelle ich mir folgendermaßen vor: ein sonniges Plätzchen im warmen, schneeweißen Sand, Whithaven Beach Aquarii Australiadas türkisene Meer vor der Nase, Wellenrauschen und das Gezwitscher von Magpies im Ohr und ein strahlend blaues Himmelszelt über mir. Ein fantastischer Schreibplatz, nur leider frei erfunden, denkt ihr? Fantastisch ja, erfunden nein. Denn den Platz gibt es tatsächlich. Auf Whitsuday Island/Australien an der Whitehaven Beach. Lang, lang ist es her, dass ich dort saß und aufs Meer hinausblickte. Doch auch wenn zwischenzeitlich ganze Jahrzehnte vergangen sind, habe ich kein Detail vergessen. Dort, eben auf eben jenem Fleckchen Himmel auf Erden, wurde ich mir meiner Liebe zum Meer zum ersten Mal so richtig bewusst.

Arielle lässt grüßen

Logisch, dass ich damals wie heute gerne Bücher und Filme übers Meer lese/sehe. Zum Beispiel ‚Arielle‘, ‚Atlantis‘ und ‚The Deep Blue‘, oder ‚Der Schwarm‘ (Frank Schätzing), ‚Aquarius‘ (Tom Finn) oder ‚Alea Aquarius‘ (Tanya Stewner), um bloß ein paar Wenige zu nennen. Logisch auch, dass ich die Sommerferien sehr gerne am Meer verbringe. So auch irgendwann vor ein paar Jahren. Da saß ich mit meiner Tochter im Sand, schaute über die Wellen und träumte.
Plötzlich fragte mich meine Tochter: „Sag mal, Mama, gibt es in der Nordsee eigentlich auchMalerei Buntstifte Aquarii Meerjungfrauen?“
„Klar!“, antwortete ich. „Warum sollte es sie nicht geben?“
Meine Tochter deutete auf das Wasser. „Weil die hier gar nicht richtig sehen können. Weil das Wasser so trübe ist von dem vielen Sand, der aufgewirbelt wird.“
„Ich glaube, das macht denen nichts aus. Die sind das bestimmt gewohnt.“
Meine Tochter nickte. „Ja, aber in Australien wären sie bestimmt glücklicher.“
„Du meinst auf den Whitsundays oder am Great Barrier Reef?“
„Ja. Weil da das Wasser so schön klar ist. Und dort haben sie ja auch die vielen bunten Fische um sich rum. Und die Korallen und Riesen-Schildkröten und giftige Seeschlangen und …“
„ … gemeingefährliche Wasserdrachen und Monster-Muscheln und unterseeische Vulkane und weitverzweigte Höhlensysteme und …“ Ich sah es deutlich vor mir. Das Unterwasserreich der Meerjungfrauen. Ich spürte, wie mich die Idee immer mehr vereinnahmte, gerade so wie eine langsam davonrollende Welle die Muschel vom flachen Strand ins tiefe, unergründliche Wasser zieht.
„Mama!“ Jemand rüttelte mir an der Schulter. „Kriege ich endlich das Eis, das du mir vorhin versprochen hast?“

Kulli-Krampf versus Tasten-Tourette

Kurz darauf und zwei Eis später saß ich mit Kugelschreiber und Block am Strand und tüftelte am ersten Plot für meine AQUARIÍ. Dass die Meerspezies so heißen würde, stand von Anfang an fest. Ich lieh mir die Buntstifte von meiner Tochter und malte in den folgenden Tagen ein Bild, um meine Aquarií zumindest grundlegend zu visualisieren. Natürlich hat sich ihr konkretes Erscheinungsbild im Laufe der Schreibarbeit geändert, aber der Grundstock war gelegt. 2014 war das, wie man anhand meiner Aufzeichnungen im Buch heute noch nachlesen kann.

Meerjungfrau-Gesang und Bachmann-Verse

Recherche ist bekanntlich das A und O beim Schreiben. Ich stieß damals bei Davic C. Kery auf die Vertonung der Bachmann-Verse. Das kleine Musikstück gefiel mir und regte meine Fantasie zusätzlich an. Ich bin ja ohnehin ein Schreiberling, der neben Stift/Tastatur auch Musik (oder Cafegeräusche, Meerrauschen, Weißes Rauschen) zum Schreiben braucht. Ich baute Stück für Stück nicht nur das Grundgerüst meiner Geschichte, sondern auch meine Playlist aus. Basis war dabei eine Scheibe, die mir von einer meiner Australienreise besonders in Erinnerung geblieben war: The Songs of distant Earth von Mike Oldfield. Sie ist, auch heute noch, einer meiner Favoriten. Jeder Ton katapultiert mich in der Zeit zurück, an den frühen Morgen im April des Jahres 1998, an dem ich ein kleines Boot bestieg, um am Ningaloo Reef (an der Westküste Australiens) nach einem Whaleshark Ausschau zu halten. Ich spüre die frische Brise, die einen sonnig-warmen Tag verspricht. Ich rieche das Meer, sehe den braungebrannten Skipper Adam mit Piratentuch und grauem Stoppelbart an Bord stehen und mir entgegen lachen: „D´day, mate! Welcome on board.“

Dreamtime und Oceanlogging

Während meine Gedanken kreisten und ich den Tönen lauschte, schrieb und schrieb und schrieb ich. Kapitel um Kapitel. Und weil mir die Geschichte von meiner Protagonistin Melli nicht ausreichte, erschuf ich zusätzlich die Entstehungsgeschichte der AQUARIÍ. Ich liebe die Dreamtime, die Entstehungsgeschichte der Aborigines, die von Generation zu Generation mündlich weitergegeben wird. Die Dreamtime beschreibt das Entstehen der Welt, der Menschen und der Tiere, wie es sich die Ureinwohner Australiens vorstellen. Etwas Ähnliches musste es auch für meine Spezies geben. Aber die Dreamtime gehört den Aborigines. Ich brauchte etwas Spezielles. Wie immer kam eins kam zum anderen.
Wir unternahmen eine Schifffahrt und stießen dabei auf Grindwale. Die Tiere schliefen gerade und dümpelten an der Wasseroberfläche. Wale schalten zum Schlafen abwechselnd eine Hirnhälfte ab und treiben dann wie ein Stück Treibgut (engl.: „log“) im Wasser. Diesen Zustand nennt man ‚Logging‘. Ich sah sie an und dachte darüber nach, ob Wale auch träumten. Schmunzelte und dachte „Schlafenszeit, Zeit zum Träumen, Dreamtime, sleeping time, ocean, logging …“ und -schwupps- war der Begriff der Entstehungsgeschichte meiner Aquarií gefunden: die ‚Tales of the aboriginal Oceanlogging‘.

Autorin + Meerjungfrau = Diva

Malerei Buntstifte Aquarii Band 1 der geplanten Trilogie wuchs und damit auch die Frage, wohin mit dem bald fertigen Manuskript. Schlussendlich gab es nur eine vernünftige Lösung. Meine Vorstellung von dem, was am Ende mit meiner bislang größten Geschichte passieren sollte, in welchem Gewand es den Lesern gegenüber treten sollte, war klar. Genauso klar war es, dass so ziemlich jeder Verlag an meinen Wünschen scheitern musste, bzw. mir meine Wünsche verweigern würde. Es gab nur ein Verlag, der mein Buch so produzieren würde, wie ich es mir für meine Leser vorstellte: mein eigener Verlag.

Noch mehr Meer

Bald erscheint also ‚AQUARIÍ-Die Schlucht der Erinnerung‘ als erster Band meiner Australien-Fantasy-Trilogie. Und während ich das hier schreibe, arbeite ich bereits am Ende des zweiten Bandes. Wollt ihr wissen, wo ich gerade mit meinem Laptop auf dem Schoß sitze? Was ich höre? Was ich sehe, wenn ich den Blick in die Ferne richte? Dreimal dürft ihr raten …
 
 
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Leseproben Aufkleber Raodsign Aquarii   G´Day!

Herzlich Willkommen zum ersten Beitrag der AQUARIí-Book-Release-Party. Um euch so richtig auf den ersten Band der Aquarií-Trilogie einzustimmen, bekommt ihr in den nächsten Wochen Details zu den Hauptpersonen/-wesen, zur Geschichte an sich und natürlich auch jede Menge Hintergrundinfos. Wie ich auf die Idee kam, über Meermenschen am Great Barrier Reef zu schreiben, welche Recherche ich betrieben habe, welche Bücher ich dazu gelesen und welche Filme ich als Anregung gesehen habe. Ihr könnt mir auch gerne eure eigenen Fragen stellen, sofern im Laufe der Party welche auftauchen. Ich beantworte sie sehr gerne.
Beginnen möchte ich die Party heute mit einem kleinen Geschenk, das bei mir für euch bereit liegt und das ihr kostenlos bestellen könnt: eine kleine, feine Leseprobe nebst speziell designten Aquarií-Aufkleber fürs Auto oder wo auch immer hin. Schickt mir einfach eine Mail und das Goodie macht sich gleich zu euch auf den Weg. Übrigens: Alle Infos findet ihr auch auf der Veranstaltungsseite bei Facebook.
Und nun wünsche ich euch/uns ganz viel Spaß bei der Party!

Hier findet man mich:

23.-25.08.2019 FaRK in Landsweiler-Reden

14.-15.09.2019 HomBuch-Homburg

19.-21.06.2020 Buchmesse Saar

 

 

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