Machwerke 2018 Cover Aquarii Seraphim Potz Blitz Tiffi

Mehr gute Neuigkeiten, bitte!

Geht es euch vielleicht auch so? Ich mag keine depressiven Nachrichten mehr hören/lesen. Egal, ob im Radio, im Fernsehen, in meiner Timeline bei Facebook oder im Privaten. Überall bloß Negatives, Gejammere, Gemeckere, Hass, Krieg und Schlimmeres. Dabei gibt es auch viel tolle Dinge, über die es zu berichten lohnt. Von Menschen, die sich lieben, statt sich zu bekriegen. Vom Erfolg eines jungen Mannes, dessen Vision von der Plastikminimierung in den Weltmeeren in diesen Tagen Realität wird (Boyan Slat – The Ocean Cleanup). Unzählige Geschichten von Menschen, die produktiv und auf Augenhöhe zusammenarbeiten und viele wunderbare Neuigkeiten mehr. Wir brauchen mehr solcher positiver Meldungen, findet ihr nicht auch? Hier ist meine:

Es war einmal …

Vor nunmehr eineinhalb Jahren schlug ich als Autorin einen neuen Weg ein. Ich beschloss, Selfpublisherin zu werden und gründete meinen eigenen MACHWERKE Verlag. Es war ein harter, lehrreicher Weg, den ich seit jenem Tag gegangen bin. Aber mit jedem Stolperstein sammelte ich mehr Erfahrung. Einfach war das ganz sicher nicht, und wäre ich alleine gewesen, hätte ich zwischenzeitlich aufgegeben. Aber es gibt eben nicht bloß Nörgler und Pessimisten, sondern auch wunderbare Buch-Menschen, für die Kommunikation und Miteinander auch dann nicht aufhören, wenn sich eine Autorin ins Abenteuer Selfpublishing begibt. Sie unterstützen mich, halfen und helfen mir nach wie vor. Die nicht versiegende Rückendeckung von Kollegen, Buchmenschen und Fans färbt meine SP-Buch-Welt rosarot.

Die Gretchenfrage: Wer ist wichtig?

Meine Leser sind mir treu geblieben. Ihnen scheint es egal zu sein, welches Verlagslogo auf dem Buchdeckel prangt, Hauptsache ich habe die Geschichte darin geschrieben. Ein irres Gefühl! Und es zeigt einmal mehr, dass letzten Endes zwar Verlage Bücher produzieren, es aber die Kreativität der Autoren ist, die ein Buch lesenswert macht. Eine Erfahrung, die mir die Gretchenfrage „Wer ist wichtiger? Verlage oder Autoren?“ ganz deutlich beantwortet: Die Autoren! Denn ohne die Schriftsteller könnten sämtliche Verlage einpacken. Aber ohne Verlage lässt es sich als Autor heutzutage prima leben. Selfpublishing sei Dank. (Eine Tatsache, die viele Verlage meines Erachtens immer noch nicht begriffen haben. Aber das ist ein anderes und negatives Thema.)

Alles machbar – Alles MACHWERKE

Jetzt trage ich also die volle Verantwortung für meine gesamte Buch-Produktion. Alles muss oder sollte zumindest passen. Gerade sind Liebesschnulzen/Vampirromane/Dreihörner gefragt? In Softcover, Hardcover, dazu Flyer oder Displays mit den Covern? Oder ausführliche Leseproben im Internet? Kostenlose Rezi-Exemplare oder private Leserunden? Kein Problem. Ich bin der Boss. Ich muss keinen mehr um Erlaubnis fragen. Alles ist machbar. Ich liebe diese Flexibilität.

Germanys Next Top Verlag? – Tut mir leid, ich habe heute kein Manuskript für dich.

Ein weiterer positiver Aspekt: Ich bekomme keine glitzernden Augen mehr, wenn jemand mit einem Verlagsvertrag winkt. Ich habe aufgehört, auf Bestsellerlisten zu schielen und auf „den“ Vertrag von „dem“ Verlag zu warten. Wieso sollte ich das auch tun? Unzählige großartige Manuskripte wurden schon von Verlagen abgelehnt, weil sie zu schmalzig („Vom Winde verweht“) oder zu kindisch („Harry Potter“) waren. Man könnte jetzt sagen, die Autoren hätten eben nicht aufgegeben, einfach weiter nach einem Verlag gesucht und ihn letzten Endes auch gefunden. Aber was, wenn das nie passiert wäre? Ich möchte nicht warten, bis es bei mir vielleicht, eventuell oder auch nicht soweit ist. Ich möchte einfach tolle Bücher machen. Jetzt. Und wenn irgendwann einmal doch „der“ Verlag bei mir anklopfen sollte, kann ich mir immer noch überlegen, ob ich wirklich sämtliche Rechte inklusive dem zukünftigen Drehbuch, mit Merchandising wie Tassen, Lesezeichen, Taschentüchern, Klopapier und Kondome mit Zitaten aus meinen Geschichten aus der Hand geben möchte.

Nicht vergessen: Kondome und Klopapier!

Mein Fazit bis heute: Seit Mai 2017 habe ich an keinem einzigen Tag den Schritt in die Selbstständigkeit bereut. Ganze sieben MACHWERKE habe ich seither veröffentlicht (siehe Fotocollage). Drei davon (Seraphim: Tempus Fugit, Tiffi-Die Tigerschnecke und Aquarií-Schlucht der Erinnerung) gibt es auch in gedruckter Form. Das sind eine Menge Buchstaben und ich habe noch lange nicht ausgeschrieben. Ein weiteres MACHWERK steht kurz vor der Veröffentlichung, derweilen ich die Anfänge von zwei weiteren Geschichten schon fertig habe. Ihr könnt euch jetzt schon auf ein Spin-off der Seraphim:Vampirsaga und eine meeresfrische Sommerschnulze freuen, die ich für nächstes Jahr geplant habe. Bis dahin werkel ich weiter. Wer weiß, was für Ideen mich noch so überfallen. Vielleicht gibt es bald auch Taschentücher, Klopapier und Kondome mit Zitaten von Seraphim und Leander? Vorbestellungen nehme ich jedenfalls gerne jetzt schon an.