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Woche 17 (Deadline am 18.03.2020)

Scheitern: „Unter Scheitern versteht man, wenn ein durch eine Handlung intendiertes Ziel nicht erreicht wird, wenn also etwas misslingt und nicht den erwünschten, angestrebten Erfolg hat.“ (Aus Wikipedia)

„Du hast deine Frist überschritten“, informierte mich gestern mein Papyrus-Schreibprogramm. Ich klickte die Nachricht schnell weg. Ich habe mein Projektziel, bis zum 18. März 2022 die Rohform von „Seraphim: Mors Certa“ fertig zu haben, nicht erreicht. Ich habe versagt. Bin ich deshalb eine miese Autorin? Nein, bin ich nicht. Landet das Projekt jetzt unfertig in der Schublade? Ganz sicher nicht! Ich mag die Deadline nicht eingehalten haben, aber das hat nichts mit dem Manuskript zu tun, sondern vielmehr mit äußeren und privaten Umständen, die meinen Freiraum zum Schreiben verknappt haben. So sehr, dass auch der großzügig eingeplante Zeitpuffer am Ende aufgebraucht war. Die Deadline war willkürlich gewählt, lediglich an Vorgaben des Stipendiumsgebers ausgerichtet. Aber das Leben tickt anders. Es hält sich nicht an Deadlines. Und manchmal muss man eben entscheiden, was wichtig und was nebensächlich ist. Ich habe mich für meine Familie und mich entschieden. Das Buch kann warten.
Von geplanten 70.000 Wörtern fehlen mir noch 10.000. Die Geschichte neigt sich dem Ende zu, die Fäden laufen allmählich zusammen und viele offene Fragen werden geklärt. Es ist nicht mehr viel zu schreiben, aber dennoch kommt nun der entscheidende Teil der Geschichte. Sie ist schon viel zu weit gesponnen, als dass ich sie beiseitelegen mag. Daher werde ich sie definitiv fertigschreiben, auch wenn es mir aus den oben genannten Gründen schwerfällt. Eine neue Deadline habe ich in meinem Schreibprogramm übrigens nicht mehr angegeben. Das Manuskript ist fertig, wenn es fertig ist. Ich mag gescheitert sein, aber Scheitern ist nur ein weiterer Schritt zum Erfolg. Und ob der morgen oder übermorgen eintritt, ist mir egal. Hauptsache, er kommt irgendwann.
Stand am 19.03.2022: 59.100 Wörter

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Woche 15+16 (28.02. bis 13.03.2022)

Nichts geht mehr …
… weil sich nichts zum Besseren gewendet hat.
Stand am 13.03.2022: 57.000 Wörter

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Woche 13+14 (14.02. bis 27.02.2022)

Schein und Sein

Und ich dachte, nach Corona könnte mich nichts mehr schocken … Was gerade in der Ukraine passiert, ist furchtbar. Es bereitet mir ein flaues Gefühl, heute über Belanglosigkeiten und Befindlichkeiten zu schreiben. Deshalb hier nur die harten Fakten:

Stand am 26.02.2022: 56.000 Wörter

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Woche 11+12 (31.01. bis 13.02.2022)

Von Schreibtran, Schreibwahn und anderen Sentiments

Die letzten beiden Wochen waren ein ständiges Auf und Ab. Und überraschenderweise zeigt mein Wordcount an, dass ich fleißig war, obwohl ich für mein Gefühl viel zu wenig geschrieben habe. Diese Diskrepanz kann ich mir nicht erklären, aber die 18 Kapitel, die mittlerweile zusammengekommen sind, und die zusätzlichen 13.000 Wörter sind Fakt.
Die Geschichte ist turbulent und spannend. Insgesamt empfinde ich sie reichhaltiger und vielschichtiger als die vorangegangenen Bände. Das spiegelt sich auch in der Kapitelanzahl wider. Langsam werden auch die Absichten des Antagonisten deutlicher. Trotzdem sitzen Seraphim und Leander wegen ihm gerade in die Klemme und ich frage mich, wie die zwei da wieder rauskommen sollen. Wir bräuchten einen MacGyver, aber den gibt es in Trier ja nicht. Ich bin mir dennoch sicher, sie werden es schaffen. So wie hier, wo Seraphim ein altes Kastenschloss öffnet, an dem sich Leander vorher vergeblich bemüht hat:
Mit langem Gesicht steckte Leander den Lockpicker wieder ein. „Manchmal ist auf das Fingerspitzengefühl einer Fachfrau mehr Verlass, als auf technisches Werkzeug.“
„Wenn das ein Lob sein soll, dann danke“, meinte ich wohlwollend. „Aber antike Schlösser sind nun mal am besten mit mittelalterlichen Mordwerkzeugen von Frauen, und nicht mit modernem Männerspielzeug zu öffnen.“
„Das ist sexistisch“, echauffierte er sich.
„Das ist allenfalls ein Vorurteil“, konterte ich zuckersüß lächelnd. „Hopp, und jetzt rein mit dir, bevor dich noch jemand sieht.“
Genau so macht das Schreiben Spaß!
Eine tolle, motivierende Sache für mich war diese Woche: Das Cover ist in Auftrag gegeben. Da Fantasio die Reihe nicht mehr weiterführen kann, widmet sich nun Carina Klinkhammer zukünftig den Seraphimcovern. In den kommenden Tagen bekomme ich die ersten Vorzeichnungen zum Cover. Vielleicht kann ich euch schon beim nächsten Bericht einen kleinen Vorgeschmack auf das fünfte Seraphim-Cover geben. Bis dahin!

Stand am 12.02.2022: 44.100 Wörter

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Ich melde mich zurück – wenn auch nur kurz.
Ja, ich lebe (und schreibe) noch.
Ja, das Stipendiumsprojekt „Seraphim: Mors Certa“ wächst langsam und ist mittlerweile fast zur Hälfte geschrieben.
Ja, ich bin gesund und habe alles Mögliche getan, auch gesund zu bleiben.
Nein, mir geht es nicht gut.
Leider bin auch ich in den letzten Monaten (möglicherweise auch Jahren) unmotiviert und schwermütig. Ich hadere oft mit meiner Zukunft als Autorin. Ob sich das Schreiben überhaupt noch lohnt. Monetär hat es sich das noch nie, emotional hingegen sehr. Doch das, was mir das Schreiben und der mit dieser Arbeit einhergehende Zirkus bestehend aus Messen, Cons und Treffen, Positives gegeben hat, findet seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr statt. Ob in absehbarer Zeit wieder ein buntes Literaturtreiben stattfinden kann, steht in den Sternen und ich verbiete mir jegliche Hoffnung darauf. Weil ich schon zweimal enttäuscht wurde und ich ein weiteres Mal nicht mehr ertragen kann. Also ziehe ich mich – wie viele meiner KollegInnen – zurück. Mal genieße ich diese Ruhe, mal hasse ich sie. Allein, die Tatsache, dass diese Ruhe nun schon seit zweieinhalb Jahren anhält, schmerzt ungemein.
Meine letzte Veranstaltung war der BuCon 2019, an der auch das Foto mit Markus Heitz entstand. Damals wussten wir noch nicht, welch übler Antagonist da auf uns zusteuert. Seine Auswirkungen wären für meinen Geschmack in einem Fantasyroman absurd und vollkommen überzogen gewesen. Heute wissen wir es besser. Vielleicht wird dieses neue Wissen bei zukünftigen Projekten einfließen, wenn wir denn eines Tages aus dieser grauen Pandemieblase wieder herauskommen. Ich für meinen Teil werde mich, wenn alles endlich vorbei ist, nie wieder mit diesem Thema beschäftigen.

Corona – Ich habe fertig!

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Woche 9+10 (17.01. bis 30.01.2022)

Von Antagonisten und anderen fiesen Problemen

Dass Seraphim so spontan und aktiv ist, tut sowohl der Geschichte als auch mir gut. Auch bekommt der/die Antagonist/in ein „Gesicht“. Zwar war mir klar, was er/sie plant, aber die Details dazu kommen erst jetzt so langsam ans Licht. Wie so oft, ergeben spontan Szenen vom Anfang des Buches in der voranschreitenden Geschichte einen Sinn. Ich mag das sehr, denn es hält mich neugierig.
Mein Schreibpensum habe ich diese Woche trotz diverser Rückschläge erreicht. Ich würde mir nur wünschen, dass ich mehr Zeit und vor allem Muse fürs Schreiben finden könnte. Die allgemeine Stimmung und die Tatsache, dass keinerlei Buchmessen und Begegnungen mit LeserInnen/KollegInnen stattfinden und ich auch in den nächsten Monaten noch keine reelle Chance auf Buchzirkus sehe, drücken mir zunehmend aufs Gemüt. Das bunte Treiben in der Kulturszene, das Motor und Ideenmaschine für alle Kreativen ist, fehlt an allen Ecken und Enden! Wie schön, dass mein Stipendium von der VG Wort im Rahmen von NEUSTART KULTUR mir Kraft gibt, weiterzumachen und mir hilft, meine zusammengebrochene Buchwelt weiterhin am Leben zu erhalten, damit sie nach der Pandemie mindestens genauso fantastisch ist, wie vor dem Shutdown.

Stand am 29.01.2022: 31.100 Wörter

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Woche 7+8 (2.01. bis 16.01.2022)

Wehe, wenn man Seraphim von der Leine lässt und Leander alte Leichen ausbuddelt …

Während draußen die Welt wegen der Coronavariante Omikron und heimgeschickten Tennisstars tobt, sitze ich in meiner ruhigen Schreibstube und arbeite. Diese Woche habe ich den Rückstand, den ich mir über die Feiertage eingehandelt habe, komplett aufholen können. Na ja, bis auf 200 Wörter, aber wenn ich diese Dokumentation dazuzähle … Die Geschichte nimmt mächtig Fahrt auf und das Schreiben fiel mir daher sehr leicht. Mit fiel auf, dass Seraphim anfangs sehr passiv war. Eine energielose Protagonistin ist langweilig und auch für die Schreibmotivation der Autorin hinderlich. Nachdem ich Sera „losgelassen“ habe und sie ein bisschen böse sein durfte, lief es plötzlich wieder. Mittlerweile bin ich beim zehnten Kapitel angelangt, in dem Leander eine weitere Leiche aus dem Keller holt. Ein kleines Zitat, das mich schon beim Schreiben zum Schmunzeln gebracht hat, möchte ich euch nicht vorenthalten. Ihr kennt doch noch Engelchen und Teufelchen, die in Seras Kopf hausen und gelegentlich ungefragt ihre Kommentare abgeben?

Der Mann steckt voller Geheimnisse, empörte sich das Teufelchen.
Das macht ihn ja gerade so geheimnisvoll, sagte das Engelchen.

Jetzt liege ich also wieder gut in meinem Zeitplan und kann den kommenden Wochen entspannt und freudig entgegensehen. Zumal es mir „draußen“ gerade viel zu „laut“ ist und ich die Ruhe in meiner Schreibstube und die spannende Reise mit Seraphim und Leander sehr genieße.

Stand am 16.01.2022: 23.800 Wörter

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Woche 5+6 (20.12.2021 bis 2.01.2022)

Wie erwartet (und eingeplant) bin ich in den Wochen rund um Weihnachten/Silvester nicht viel zum Schreiben gekommen. Das, was ich geschrieben habe, musste ich inklusive der bereits fertigen Kapitel überarbeiten. Das kommt davon, wenn man seine Vorarbeit nicht vernünftig erledigt und sich auf seine Erinnerungen verlässt. Ich war mir tausendprozentig sicher, wie das Ende des vierten Bandes aufhörte, und war überrascht, als ich es dann im Buch nachlas. Da stand etwas völlig anderes, als das, was ich dachte, geschrieben zu haben. Kommt wohl davon, dass zwischen „Seraphim: Tempus Fugit“ und „Seraphim:Mors Certa“ so viel Zeit vergangen ist und ich zwischenzeitlich in anderen Genres, mit anderen Fantasywesen und auf anderen Kontinenten „unterwegs“ war. Mir blieb nichts anderes übrig, als die bestehenden Kapitel zu überarbeite. Ich habe aber auch das vierte Kapitel angefangen und den weiteren Verlauf der Geschichte grob skizziert. Zu mehr bin ich jedoch neben der Familienarbeit nicht mehr gekommen. Egal, ich weiß ja, wo es langgeht. Und Seraphim und Leander machen es mir wie immer leicht, sie zu begleiten und ihre Geschichte aufzuschreiben. Den Anschluss an mein Schreibsoll habe ich daher schnell wieder aufgeholt, zumal ich mir genügend Zeitpuffer eingebaut habe. Bin ja keine Anfängerin, gell?!

Stand am 02.01.2022: 10.000 Wörter

Hier findet man mich:

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